Die Hering Unternehmensgruppe ist ein Bauunternehmen mit etwa 300 Beschäftigten. Der Sitz des Unternehmens ist in Burbach im Siegerland, es agiert europaweit. Seit 1995 ist das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) Praxisalltag in der Firma. Die Gesundheit der Mitarbeiter spielt eine Schlüsselrolle für den Erfolg der Hering Unternehmensgruppe und ist in mehreren betrieblichen Dokumenten hinterlegt und auch als Leitbild explizit herausgearbeitet. Das BGM ist in dem familiär geführten Unternehmen auf das besondere Engagement der Geschäftsführerin zurückzuführen. Für die BGM-Prozesse trägt sie auch die Verantwortung. Die Aktivitäten werden am Bedarf der Mitarbeiter ausgerichtet. Je nach Bedarf finden Mitarbeiterbefragungen und -gespräche statt. Alle Führungsebenen in den verschiedenen Unternehmensteilen sind im BGM Steuerungskreis eingebunden. BGM ist durch die Verankerung in der Balance Scorecard (ein Konzept zur Messung, Dokumentation und Steuerung der Aktivitäten eines Unternehmens im Hinblick auf seine Vision und Strategie) dauerhaft im Unternehmen integriert. Auch die Themen „Demografischer Wandel“ und „Work-Life-Balance“ werden im Rahmen des BGM berücksichtigt. Bislang gibt es für die Baubranche kein vergleichbares Praxisbeispiel. Einzelheiten erfahren Sie hier...

Die Deutsche Post DHL hat mit ihrer „Corporate Health Policy“ ein konzernübergreifendes Managementsystem seit fünf Jahren fest verankert. Mit der Auszeichnung in der Kategorie „Handel/Transport/Verkehr“ wird der gelbe Riese nun zum 5. Mal prämiert, denn sowohl Rahmenbedingungen wie konkrete Maßnahmen lassen kaum Schwachstellen erkennen. Im Rahmen eines seit 13 Jahren bestehenden Managementsystems zur betrieblichen Gesundheitsförderung werden die deutschlandweit rund 200.000 Mitarbeiter durch lokal agierende Arbeitskreise unmittelbar in die Gesundheitsfördersystematik eingebunden. Wesentliche Maßnahmen sind das Screening von Gesundheitsrisiken und die Identifizierung von Handlungsfeldern insbesondere zur Prävention chronischer und psychischer Erkrankungen. Zur Betrieblichen Gesundheitsförderung besteht eine Betriebsvereinbarung und eine 'Toolbox Gesundheitsförderung', die regelmäßig evaluiert und kontinuierlich an wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichtet wird. Die Mitarbeiter sind dabei über Fokusgruppen und Arbeitskreisen direkt in die Entscheidungsprozesse eingebunden. Monatlich werden Gesundheitsreporte mit spezifischen Informationen für alle Unternehmensbereiche entwickelt. Kennzahlen im Gesundheitsmanagement werden monatlich an Führungskräfte im Unternehmen berichtet und sind über das Gesundheitsportal im Intranet für alle Beschäftigte transparent. Einzelheiten erfahren Sie hier...
Die Landeshauptstadt München ist mit ihren über 30.000 Mitarbeitern eine der größten kommunalen Arbeitgeberinnen Deutschlands. Seit 2003 baut sie ihr Betriebliches Gesundheitsmanagement kontinuierlich aus, um nicht nur ihrem Selbstverständnis als soziale Arbeitgeberin, sondern auch den Ansprüchen einer Demografie orientierten Personalpolitik gerecht zu werden. Ziel ist, Gesundheit und Wohlbefinden der Beschäftigten zu erhalten sowie zu fördern und damit zu einer optimalen Arbeitsfähigkeit beizutragen. Dies ist auch in einer Dienstvereinbarung festgeschrieben. Im Mittelpunkt steht die individuelle Gesundheit der Beschäftigten ebenso wie die Gestaltung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen. Insbesondere das Thema „Führung und Gesundheit“ spielt in der Münchner Personalentwicklung eine tragende Rolle: Es ist wichtiger Bestandteil in Personalauswahlverfahren, bei Teamentwicklungsinstrumenten und in Führungskräftefortbildungen. Neben verhaltenspräventiven Maßnahmen bietet die Stadt ihren Beschäftigten u.a. Programme zu Psychischer Gesundheit, Bewegung und Ernährung, aber auch Aktionstage u. a. zu den Themen Haut-, Diabetes- und Darmkrebsfrüherkennung. Dazu kommen vielfältige Angebote im Kontext der Themen „Vereinbarkeit von Beruf und Privatem“ sowie „Arbeitsplatzergonomie“. Um das Betriebliche Gesundheitsmanagement erfolgreich flächendeckend zu implementieren, werden in den einzelnen Organisationseinheiten Vor-Ort-Projekte nach bestimmten Qualitätsstandards durchgeführt. 2012 wird deshalb ein besonderes Augenmerk auf der Qualifizierung dezentraler Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagement liegen. Wegen dieses Engagements zählt die Landeshauptstadt München zu den Beispielen guter Praxis im Öffentlichen Dienst und wurde von dem DNBGF als einer der Leuchttürme der Betrieblichen Gesundheitsförderung bezeichnet. Einzelheiten erfahren Sie hier...
Der Energie- und Wasserversorger RWE AG wurde für sein vorbildliches Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ausgezeichnet, da er demonstriert hat, wie schnell ein Großunternehmen BGM aufbauen und zum Funktionieren bringen kann, so die Juroren. Mit über 40.000 Mitarbeitern geht die RWE AG auch bei der Motivation für BGM neue Wege: Der Grad der Mitarbeiterzufriedenheit ist ausschlaggebend für die Vergütung des Konzernvorstands. Dieser Ansatz ist richtig, da BGM als Unternehmensaufgabe verstanden wird und über eine Rahmenbetriebsvereinbarung festgeschrieben ist. Das BGM ist systematisch, ganzheitlich und nachhaltig angelegt, dadurch ist eine dauerhafte, an den Bedürfnissen der Mitarbeiter orientierte Weiterentwicklung gesichert. Das Programm „Gelassen voRWEg gehen“, ein Konzept zum kompetenten Umgang mit Stress, ist im Regelbetrieb seit Juli 2011, sowie die internen Online-Beratungen zu BGM sollen die Möglichkeit einer anonymen Sozialberatung ermöglichen. Einzelheiten erfahren Sie hier...
Die Gothaer Versicherungen mit über 5000 Mitarbeitern hat als Unternehmen im Jahr 2006 das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) als Teil des Unternehmensleitbildes fest verankert. Bereits 2008 hat die Gothaer Versicherung den Deutschen Unternehmenspreis Gesundheit erhalten. Auch in diesem Jahr wird der Versicherer für seine Aktivitäten ausgezeichnet. So vernetzt ein Steuerkreis alle relevanten Fachstellen, die Mitarbeiter werden als BGM-Multiplikatoren aktiviert. Diese Aktivitäten beruhen auf einer systematischen Datenanalyse, bei der die Mitarbeiter über eine Direktansprache am Arbeitsplatz erreicht werden. Alle zwei Jahre erfolgt an den großen Standorten eine umfassende Erhebung des Gesundheitsstatus der Mitarbeiter. Im Rahmen von bestimmten Aktionen gehen qualifizierte Mitarbeiter durch alle Büros und bieten den Mitarbeitern Coachings von 10-15 Minuten Dauer direkt am Arbeitsplatz an. So zum Beispiel der Stress-Blitz, die Vermittlung einer kurzen Entspannungsübung als Erste-Hilfe-Maßnahme in Stresssituationen. Außerdem können die Mitarbeiter durch eine gezielte Teilnehmerbefragung direkt Einfluss auf BGM nehmen. Zudem achtet die Gothaer als Teil der Finanz- und Versicherungswirtschaft auch auf die Zahlen, indem sie ein wissenschaftliches Konzept zur Kosten-Nutzen-Analyse einsetzt. Einzelheiten erfahren Sie hier...
Die Universitätsmedizin Mannheim fördert die Gesundheit ihrer 4800 Mitarbeiter schon seit 18 Jahren, seit 2008 auch über ein systematisches Gesundheitsmanagement, das fest in die Mitarbeiterförderung und -bindung integriert ist. Die Fachstelle für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist mit einer Dipl.-Psychologin besetzt und als Stabsstelle der Geschäftsführung organisatorisch dem Geschäftsbereichsleiter für Personal zugeordnet. Es gibt eine Mitarbeiterberatung über das „Employee Assistance Programm“ zu allen arbeits- und freizeitbezogenen Problemen. Eine Besonderheit der Vorgehensweise im BGM ist, dass von Anfang an alle 4 großen Krankenkassen, die etwa 80% der Mitarbeiter versichern, in den Aufbau des BGM einbezogen wurden. Des Weiteren ist die Weiterentwicklung von BGM in der Zielvereinbarung der Geschäftsführung festgelegt ist und das Haus ist eines der bislang noch wenigen Krankenhäuser, die die "Luxemburger Deklaration" unterzeichnet haben.
Mit rund 200 Mitarbeitern ist die Whatman GmbH als Tochter des USKonzerns GE (General Electric) ein kleines Unternehmen, doch hinsichtlich der Dynamik der Entwicklung des Betrieblichen Gesundheitsmanagement erfolgreicher als manch großer Wettbewerber. Ein Beispiel: Keine zwei Jahre nach Einführung des aus den Elementen Wellness-Ausschuss, Training und Prävention, gesunde Ernährung, Raucherentwöhnung, Sport, Stressbewältigung, krankheitsbedingte Abwesenheit und Wiedereingliederung bestehenden BGM Konzepts, das von einem „Health Ahead“ Team gesteuert wird, hat die Whatman GmbH 80 Prozent der Belegschaft für freiwillige Gesundheitstrainings gewonnen. Einzelheiten erfahren Sie hier...
Der Sonderpreis „Psychische Gesundheit“ wurde in diesem Jahr an die Daimler AG vergeben. Dass die Daimler AG schon lange über ein vorbildliches Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) verfügt, dokumentieren drei Auszeichnungen mit dem Deutschen Unternehmenspreis Gesundheit. Nun hat sich der Konzern mit seinen rund 164.000 Mitarbeitern auch den Sonderpreis „Psychische Gesundheit“ verdient. Durch eine Betriebsvereinbarung gestützt, wird die Führungsebene als Zielgruppe wie als Akteur in den Mittelpunkt gestellt. Dabei geht es nicht nur um Belastungsabbau und -bewältigung. Vor allem überzeugt der Ansatz, der das Thema „Psychische Gesundheit“ entstigmatisiert und durch eine Kooperation mit einer psychosomatischen Klinik gute Behandlungsmöglichkeiten fördert. Außerdem bezahlt die Daimler AG ihren Mitarbeitern nötige Therapiesitzungen. Einzelheiten erfahren Sie hier...
Der Sonderpreis „Familienorientiertes Unternehmen“ ging an die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover. Die Behörde mit ca. 2.000 Mitarbeitern hat die Vereinbarkeit von Beruf und Familie als Teil ihres Leitbildes festgeschrieben – und das Ergebnis ist beeindruckend: Neben ganz verschiedenen Arbeitszeit und Arbeitsplatz Modellen gibt es auch eine Ferienbetreuung für Kinder, Eltern-Kind-Arbeitszimmer, ständige Kontakte mit Mitarbeitern in Elternzeit auf unterschiedlichen Ebenen, einschließlich der Einbindung in die Weiterbildung. Das Ergebnis: Die Mitarbeiter haben eine deutlich erhöhte Bindung zum Unternehmen, kommen nach der Elternzeit schnell in den Betrieb zurück - und bekommen trotz des steigenden Altersdurchschnitts immer mehr Kinder. Einzelheiten erfahren Sie hier...
Der Sonderpreis „Fit in die Zukunft“ wurde an die Stadt Wolfsburg mit ihren 2.100 Beschäftigten für vorbildliches Demografiemanagement verliehen. Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist in der Heimatstadt von VW schon seit über einem Jahrzehnt Thema. Nun setzt die Stadt unter anderem mit dem von der Gewerkschaft Ver.di unterstützten Modellprojekt "Demografischer Wandel“ neue Maßstäbe: Demografie Lotsen arbeiten als Multiplikatoren, altersgerechte Qualifizierungsprogramme werden ermöglicht, ein Modell zum Wissenstransfer oder die Erhöhung der Ausbildungsquote samt Übernahme der Auszubildenden sorgen dafür, dass die Stadtverwaltung in eine erfolgreiche Zukunft geht. Einzelheiten erfahren Sie hier...
Der Sonderpreis „Newcomer“ ging in diesem Jahr erstmals an das Universitätsklinikum Jena. Das Universitätsklinikum Jena mit seinen 4.800 Mitarbeitern zeigt eindrucksvoll, wie selbst im hochkomplexen System einer Uniklinik innerhalb eines Jahres breite und auf Ausbau angelegte Grundlagen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) geschaffen werden können. Die Unternehmensphilosophie beruht auf einem demokratisch entwickelten Leitbild, welches die Mitarbeiterzufriedenheit als Qualitätsmerkmal der Arbeit definiert. Der entscheidende Vorteil ist, dass das Klinikum über eine breite Fachexpertise im Bereich Gesundheit verfügt. Viele Angebote werden durch die Mitarbeiter selbst gestaltet. So bieten zum Beispiel Physiotherapeuten ihre Leistungen auch für Kollegen an. Die Diätberaterin berät nicht nur ihre Patienten, sondern auch die eigenen Kollegen. Damit kümmern sich die Mitarbeiter im Klinikum nicht mehr nur um die Gesundheit der Patienten, sondern unterstützen sich gegenseitig bei der Förderung und Erhaltung der eigenen Gesundheit. Einzelheiten erfahren Sie hier...
