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Aesculap AG

Kategorie "Industrie"

Der Medizinprodukte-Hersteller Aesculap AG aus Tuttlingen und Tochterunternehmen der B. Braun Melsungen AG mit rund 3.300 Mitarbeitern am Standort Tuttlingen hat für rund eine halbe Million Euro eigens ein Gesundheitszentrum auf dem Firmengelände errichtet. Das Angebot umfasst neben Gesundheits-Check-Ups und Betriebssport vielfältige Ernährungs-und Vorsorgeangebote, welche von den Mitarbeitern schon nach kürzester Zeit rege genutzt werden. Gleichzeitig unterstreichen die Vorstände den Stellenwert des Themas Gesundheit zum Erhalt des Fachkräftepersonals beim Medizinprodukte-Hersteller. Der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel sowie der Vorstand der unternehmensnahen BKK sind neben Vertretern aus Arbeitssicherheit, Betriebsrat, Personalabteilung und Betriebsmedizin im Arbeitskreis Gesundheit präsent. Mit zielgerichteten Maßnahmen, wie zum Beispiel der Erarbeitung von Ergonomie-Leitlinien und Präventionskampagnen werden gesundheitliche Bedürfnisse bereits im Vorfeld zukünftiger Arbeit beachtet.

Die Jury: Bei Aesculap beeindruckt die ganzheitliche Betrachtung des Gesundheitsmanagements. Hier wird nicht nur auf richtige Ernährung und bewusste Bewegung geachtet, sondern auch auf die psychische Gesundheit. Das Gesundheitsmanagement wird im Unternehmen gelebt, über alle Ebenen hinweg. Mitarbeiter und Führungskräfte werden gleichermaßen beteiligt. Da möchte man arbeiten.

Deutsche Post DHL

Kategorie "Handel/Transport/Verkehr"

In einer Branche mit hohem Zeitdruck und starkem Wettbewerb sind Informationen zur persönlichen Gesundheit und zur Stärkung von Arbeitsteams und gegenseitiger Kooperation eine hilfreiche Stütze. So unterrichtet das Unternehmen mit rund 475.000 Mitarbeitern seine Führungskräfte über ein E-Learning-Tool über Führung und mentale Gesundheit. In einem Pilotprojekt „Fit für mich“ trainieren Gesundheitstrainer seit Januar 2013 vor Ort die Belegschaft. Das Unternehmen ergänzt damit die Aktivitäten der Arbeitskreise Gesundheit in der Fläche, die gemeinsam mit den unternehmensangehörigen Betriebsärzten jährlich bis zu 44.000 Maßnahmen der Gesundheitsförderung initiieren und Best-Practice-Beispiele zur Förderung der Gesundheit der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen von Deutsche Post DHL identifizieren.

Zitat Jury: Die Deutsche Post überzeugt mit 200 Maßnahmen in 18 Präventionsfeldern. Das ist sehr viel Aufmerksamkeit für das Thema Gesundheitsvorsorge und beweist, dass große Taten von vielen kleinen Maßnahmen leben. Wer sich vergegenwärtigt, dass diese Vorsorgezielgruppen-genau erfolgt, je nach Ort, Arbeitsbelastung und Alter, der erkennt, dass sich dieses Unternehmen ganz ernsthaft und differenziert um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter kümmert.

Bezirksamt Neukölln von Berlin

Kategorie "Öffentlicher Dienst"

Neukölln ist einer der spannendsten und buntesten Bezirke der deutschen Hauptstadtmit etwa 320.400 Einwohnern aus mehr als 160 Nationen. Neben der engen Verzahnung von Gesundheitsmanagement, Personalentwicklung und Arbeitsschutz liegt der besondere Schwerpunkt des Bezirksamtes in den Bereichen Sport und Fitness. Außerdem reagiert die Verwaltung mit ihren 1.800 Mitarbeitern auf die anspruchsvollen Aufgaben mit Angeboten zum Stressmanagement, Kommunikations-und Konfliktbewältigungstrainings sowie Burnout-Prävention. Das Bezirksamt hat nach einer Mitarbeiterbefragung Maßnahmen zur Verbesserung eingeleitet. Dazu gehört die Beauftragung einer externen Beratung, die einerseits den Mitarbeitern aus den Konflikten hilft und andererseits der Behörde Hinweise zur Verbesserung ihrer Arbeitsabläufe zurückspiegelt. Bestimmte Tätigkeitsbereiche können so kritisch hinterfragt werden. Parallel dazu erfolgt neu eine Qualifikation aller Führungskräfte mit Schwerpunkt „Gesundheitsorientierte Führung“.

Die Jury: Beim Bezirksamt Neukölln werden Führungskräfte und Angestellte gleichermaßen weitergebildet. Das stärkt die Zusammengehörigkeit und nimmt die Belegschaft aktiv mit. Außerdem beweist die Einschaltung von externem Sachverstand, dass sich das Haus einer Selbstanalyse stellt und fachlichen Rat für die Gestaltung besserer Arbeitsabläufe annimmt. Das verdient unseren Preis.

HPT Hochwertige Pharmatechnik GmbH & Co. KG

Kategorie "Kleine und Mittlere Unternehmen"

Im Bewusstsein um den drohenden Fachkräftemangel hat der Kunststoffspezialist verschiedene Maßnahmen zur Stressreduktion und fachlichen Weiterbildung eingeführt. Jeder der 225 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hat das Recht auf fünf Schulungstage pro Jahr. Zur Verbesserung der körperlichen Gesundheit bietet das Unternehmen u.a. Wanderungen, Tischtennis, Fußball und die Teilnahme an einem Firmenlauf an. Außerdem gibt es unterschiedliche Vorträge im kostenfrei zu nutzenden, firmeneigenen Fitnessraum zu den Themen „Fitter Rücken -gesunder Alltag“ oder Abnehmkurse mit Einkaufsschulung „Richtig Abnehmen & richtig Einkaufen“. Bei erfolgreicher Umsetzung werden Belohnungen in Form von Sach-oder Geldprämien gewährt. Jedes Jahr wird neben den festen Einrichtungen, zu denen auch für Mitarbeiter kostenlosen Massagen gehören, ein variables Programm innerhalb des betrieblichen Gesundheitsmanagements angeboten, das eine eigens hierzu nominierte Beauftragte für das Betriebliche Gesundheitsmanagement organisiert.

Die Jury: Uns überzeugten die vielen Maßnahmen rund um das Leitbild des Unternehmens: „Es gibt nichts Sozialeres als ein gesundes Unternehmen mit begeisterten Kunden und Mitarbeitern“. Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Unternehmen dieser Größe sowohl im Bereich Ernährung und Bewegung als auch bei der psychischen Gesundheit so viel für seine Beschäftigten tut.

Einrichtungen des LWL-PsychiatrieVerbundes im Kreis Soest und LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt

Kategorie "Gesundheits- und Sozialwesen"

Alle Berufsgruppen der LWL-Gesundheitseinrichtungen im Kreis Soest sehen sich unregelmäßigen Arbeitszeiten gegenüber sowie einer besonders hohen physischen und psychischen Belastung. Die Gesundheitseinrichtungen haben besondere Arbeitsplätze einer SIGMA-Prüfung unterzogen und eine strukturierte Führungskräfte-Schulung eingeführt. Ihr Fokus liegt auf einem verbesserten Einfluss auf Mitarbeitergesundheit und -zufriedenheit. Im Bereich der Verhaltensprävention werden jedes Jahr unterschiedliche Maßnahmen in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung und Sucht angeboten. Die Teilnahme an den Aktivitäten ist kostenlos und erfolgt während der Arbeitszeit. Außerdem wurde das "Kollegiale Hilfesystem -Von Kollegen für Kollegen" installiert. So geben sich Beschäftigte gegenseitig Hilfestellung wie etwa bei psychischen Belastungen oder Patientenübergriffen.

Die Jury: Der Einsatz der LWL-Einrichtung ist positiv hervorzuheben. Ein Leitbild und entsprechende Arbeitsstrukturen integrieren den Gedanken an die Gesundheit der eigenen 2.150 Mitarbeiter systematisch in das Pflege-System. Mit Zielvereinbarungen werden Führungskräfte angehalten, eine bessere Work-Life-Balance umzusetzen und den Spaß an der Arbeit zu erhalten.

EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Kategorie "Sonstige Dienstleistungen"

Das Energieunternehmen hat rund 20.000 Mitarbeiter. Die EnBW bekennt sich “ohne Wenn und Aber“ zum Gelingen der Energiewende. Damit einhergehend sind auch Veränderungen im Unternehmen verbunden. Diese internen Change-Prozesse werden vom betrieblichen Gesundheitsmanagement begleitet. So wurde die interne Kommunikation verstärkt, ein Führungskräfte-Leitfaden für Veränderungsprozesse oder alternierende Teleheimarbeit eingeführt. Die medizinische und psychologische Betreuung der Mitarbeiter wird konzernweit als Einheit verstanden. So werden aus den Erkenntnissen der individual-medizinischen Patientenbetreuung vielfältige kollektiv-medizinische Präventivmaßnahmen abgeleitet. Die enge Einbindung und Unterstützung durch den Vorstand macht die Mitarbeitergesundheit bei der EnBW zum strategischen Konzernthema. Die EnBW nimmt zudem ihre Verantwortung zur Fortentwicklung der Personalstruktur ernst, erhebt Altersstrukturanalysen und betreibt ein umfassendes Kompetenz-und Wissensmanagement im Unternehmen.

Die Jury: Der Preis wurde an die EnBW Energie Baden-Württemberg AG vergeben, da unter anderen hervorzuhebenden Dingen das weit entwickelte Gesundheitsmanagement speziell auf aktuelle Veränderungsprozesse ausgerichtet worden ist. Neben den Onlineleitfaden zum gesunden Führen in diesen Prozessen ist als besonders innovativ die Einrichtung der „Ehrenamtlichen Betrieblichen Ansprechpartner“ zu nennen, welche eine sehr wirkungsvolle Unterstützung für die aktiven Mitarbeiter darstellt.

Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover

Sonderpreis "Psychische Gesundheit"

Der größte Träger der gesetzlichen Rentenversicherung in Norddeutschland ermöglicht seinen Beschäftigten, die Doppelbelastung durch familiäre Aufgaben einerseits und die anspruchsvolle Arbeitswelt andererseits auch in besonderen Lebenssituationen gut zu meistern. Nach einem Konzept zur Team-Selbstbewertung können die Beschäftigten jährlich Aspekte wie Teamarbeit, Teamgeist und Führung reflektieren und teamintern zurückmelden. Auf dieser Grundlage werden Stärken, Ziele und künftige Handlungsfelder identifiziert und bearbeitet. Fortgesetzt wird das betriebliche Gesundheitsmanagement durch ein umfassendes internes Seminarprogramm. Hier stehen aktive Stressbewältigung, Konzentrationstraining, Resilienz und Motivation im Vordergrund. Für Führungskräfte sind zudem verpflichtende Elemente enthalten. Ein Großteil der Beschäftigten kann Teleworking nutzen; flexible Arbeitszeiten, Teilzeit und die festetablierte vertrauliche Mitarbeiterberatung stehen allen Beschäftigten zur Verfügung.

Die Jury: Trotz ihrer zehnjährigen BGM-Tradition findet die Organisation immer wieder kreative Ansätze, ihr Gesundheitskonzept zur Förderung von Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Motivation fortwährend mit neuen Konzepten und Angeboten anzureichern. Das ist beachtlich und verdient unsere Auszeichnung.

Landratsamt Rems-Murr-Kreis

Sonderpreis "Betriebliches Eingliederungsmanagement"

Besonderes Augenmerk liegt hier darauf, die Phase der gehäuften Arbeitsunfähigkeit zu überwinden und neuen Krankheitsphasen vorzubeugen. Dazu gibt es im Landratsamt einen konzeptionellen Leitfaden als verbindliche Arbeitsgrundlage sowie umfangreiche Materialien zur praktischen Umsetzung. Eine kontinuierliche Qualifizierung des BEM-Teams sichert die Fach-, Sozial-und Methodenkompetenz gegenüber den Betroffenen, die schon während der Arbeitsunfähigkeit durch einen Fallmanager begleitet werden. Parallel dazu werden durch die Einbettung in das BGM -Konzept präventive Maßnahmen ergriffen. Externe Experten unterstützen bei der Problemanalyse und durch spezialisierte Beratung zum Hilfesystem.

Die Jury: Die Einreichungen für den Sonderpreis waren alle sehr gut. Wir haben uns für das Landratsamt Rems-Murr-Kreis entschieden, da hier die Wiedereingliederung durch klare Handlungsvorgaben organisiert wird. Das gibt allen Beteiligten die nötige Handlungssicherheit für einen sensiblen Umgang.

Salzgitter AG

Sonderpreis "Fit in die Zukunft"

Bereits seit 2005 setzt der Stahl- und Technologiekonzern das Projekt „GO - Die Generationen-Offensive 2025“ um. Die Salzgitter AG verfolgt dabei einen generationenübergreifenden Ansatz und entwickelt Maßnahmen für verschiedene Alters- und Mitarbeitergruppen: firmeneigene Fitnesscenter, Beratung zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Möglichkeiten zur privaten Altersvorsorge, zielgruppenspezifische Personalentwicklungsprogramme und Wissenstransfer sind nur einige davon. Ein wichtiger Baustein des GO-Projekts sind die Aktivitäten im Bereich Gesundheitsmanagement. Neben einer Vielzahl verschiedener Beratungs-, Untersuchungs- und Vorsorgeangebote wurden spezielle Programme für Mitarbeiter mit Muskel- und Skelett- sowie psychischen Erkrankungen entwickelt. Durch eine enge Verzahnung relevanter Akteure wie Arbeitsmedizin, BKK Salzgitter und Rentenversicherung erhalten die betroffenen Mitarbeiter schnelle und zielgerichtete Unterstützung, mit dem Ziel, wieder auf den Arbeitsplatz zurückzukehren.

Die Jury: Von den vielen Maßnahmen der Salzgitter AG auf der Basis einer klar strukturierten Programmatik zur Bewältigung des demografischen Wandels sind für die Preisvergabe die beiden folgenden Punkte besonders hervorzuheben. Das vom Betrieb unterhaltenden Case Management sorgt für die optimale Führung von Mitarbeitern über den gesamten Genesungsprozess bis hin zu einer erfolgreichen Wiedereingliederung. Der kostenlose Check der Herz-Kreislauf-Risikofaktoren vor Ort am Arbeitsplatz, ist ein wichtiger Beitrag zur Förderung der Gesundheitskompetenz der Beschäftigten und damit zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit.

Landeshauptstadt München

Sonderpreis "Familienorientiertes Unternehmen"

Jedem Mitarbeiter wird bei Bedarf ein Kinderbetreuungsplatz angeboten. Bei Betreuungsengpässen übernimmt die Verwaltung die Kosten für jährlich 20 externe Betreuungstage pro Kind. Workshops qualifizieren Führungskräfte, die in Teilzeit führen, um vorbildhaft die Vereinbarkeit von Familie und Beruf umzusetzen. Der Anteil der Führungspositionen in Teilzeit liegt bei über 18%. Für beurlaubte Arbeitskräfte gibt es einen eigenen Newsletter mit Stellenmarkt, auch während der Fortbildung kann Kinderbetreuung in Anspruch genommen werden. Diese Maßnahmen verdeutlichen, dass betriebliches Gesundheitsmanagement in der Landeshauptstadt als Teil der Personalentwicklung gesehen wird. In den Feldern Führungskräfteansprache, gesunde Ernährung oder psychische Gesundheit agiert die Verwaltung genauso wie im Bereich Bewegung. Zu den drei existierenden betriebseigenen Fitnessstudios wird aktuell ein Betriebssportkonzept erarbeitet.

Die Jury: Die Landeshauptstadt München hat ideale Rahmenbedingungen der Familienfreundlichkeit für ihre rund 32.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für deren Gesundheit und die ihrer Familienmitglieder. Besonders beeindruckt bin ich davon, dass dies umfassend für alle Angehörigen – von den Kindern bis zu den (ggf. pflegebedürftigen) Eltern und Großeltern – reicht.


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