gesund durch münchen – Betriebliches Gesundheitsmanagement als moderne Unternehmensstrategie bei der Landeshauptstadt München

Die Landeshauptstadt München ist mit ihren über 30.000 Mitarbeitern eine der größten kommunalen Arbeitgeberinnen Deutschlands. Organisatorisch gliedert sie sich in das Direktorium, 11 Referate und sechs Eigenbetriebe; das Aufgabenspektrum ist weit gefächert: Es reicht von den Kindertagesstätten und Schulen sowie den Museen und Theatern über den Abfallwirtschaftsbetrieb und die Münchner Stadtentwässerung bis hin zu den „klassischen“ Verwaltungsbereichen.
Um nicht nur ihrem Selbstverständnis als fürsorgliche Arbeitgeberin, sondern auch den Ansprüchen einer demografieorientierten Personalpolitik gerecht zu werden, baut sie ihr Betriebliches Gesundheitsmanagement seit 2003 kontinuierlich aus. Ziel ist, Gesundheit und Wohlbefinden der Beschäftigten zu erhalten sowie zu fördern und damit zu einer optimalen Arbeitsfähigkeit beizutragen. Dies ist auch in einer Dienstvereinbarung festgeschrieben. Neben stadtinternen Aktionen rund um die Gesundheit, setzt die Stadt auf ein strategisch ausgerichtetes Gesamtkonzept, das die verhaltens- und verhältnispräventiven Ansätze miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht die individuelle Gesundheit der Beschäftigten ebenso wie die Gestaltung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen.
Insbesondere das Thema „Führung und Gesundheit“ spielt in der Münchner Personalentwicklung eine tragende Rolle: Es ist wichtiger Bestandteil in Personalauswahlverfahren, bei Teamentwicklungsinstrumenten und in Führungskräftefortbildungen.
Darüber hinaus bietet die Stadt ihren Beschäftigten Programme zu Psychischer Gesundheit, Bewegung und Ernährung, aber auch Aktionstage u. a. zu den Themen Haut-, Diabetes- und Darmkrebsfrüherkennung. Hinzu kommen vielfältige Angebote im Kontext der Themen „Vereinbarkeit von Beruf und Privatem“ sowie „Arbeitsplatzergonomie“.

Die Förderung von „Betriebssport“ ist ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld im Rahmen des städtischen Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Die Landeshauptstadt München hat hierzu konzeptionelle Überlegungen angestellt sowie erste Umsetzungsschritte eingeleitet. Ziel ist, die Transparenz über das innerhalb der Stadt München vorhandene Kursangebot und (stadtweite) Gesundheitsaktionen herzustellen. Ferner sollten die Referate hinsichtlich einer unkomplizierten Organisation von qualitätsgesicherten Kursen unterstützt und ein referatsübergreifender Austausch und eine stärkere Vernetzung mit externen Partnern (wie z. B. Krankenkassen, Volkshochschule) ermöglicht werden.
Um Betriebliches Gesundheitsmanagement erfolgreich flächendeckend zu implementieren, werden in den einzelnen Organisationseinheiten Vor-Ort-Projekte nach bestimmten Qualitätsstandards durchgeführt. Den arbeitsplatzbezogenen physischen und zunehmend psychischen Belastungen wird mittels Gefährdungsanalysen, Mitarbeiterbefragungen, Gesundheitszirkeln u. ä. auf den Grund gegangen. Besonders hervorzuheben ist dabei der Einsatz eines standardisierten Fragebogens, der eine Kombination aus dem WAI (Work-Ability-Index) und dem KFZA (Kurzfragebogen zur Arbeitsanalyse) darstellt.
Aufgrund der Größe der Landeshauptstadt München ist der Aufbau dezentraler Strukturen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement unerlässlich. Um vor Ort in den Referaten und Eigenbetrieben dezentrales Know-How zum Gesundheitsmanagement aufzubauen, wird 2012 ein besonderes Augenmerk auf der Qualifizierung dezentraler Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagement liegen.
Landeshauptstadt München
(rd. 30.000, Öffentlicher Dienst)
Personal- und Organisationsreferat
Marienplatz 8
80331 München
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