Stiftungsklinikum Mittelrhein

Gesundheitswesen

1996 war das Gesundheitszentrum Evangelisches Stift St. Martin eines der ersten Gesundheitszentren in Deutschland. 2003 schlossen sich das Evangelische Stift in Koblenz, das Gesundheitszentrum Heilig Geist in Boppard und das Diakoniezentrum Paulinenstift in Nastätten zu einem Verbund- und Flächenkrankenhaus zusammen.

Seit 1999 besteht die Mitgliedschaft im Deutschen Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser, 2005 war das Stiftungsklinikum eines der ersten von 10 rauchfreien Krankenhäuser in Deutschland, das die Standards des Deutschen Netz Rauchfreier Krankenhäuser und des ENSH (European Network of smoke free Hospitals) erfüllte. Heute ist es als Rauchfreies Krankenhaus mit dem Silberzertifikat ausgezeichnet.

Betriebliche Gesundheitsförderung wird im Stiftsklinikum Mittelrhein (SKM) vom Arbeitskreis Gesundheit seit 2003 gesteuert. Hier engagieren sich „Führungskräfte als  Anwälte für die Mitarbeitergesundheit“. 2007 und 2008 wurde das SKM für seine betrieblichen Gesundheitsaktivitäten bereits mit dem Unternehmenspreis Gesundheit ausgezeichnet.

 

Plakat: bewegte Pause (PDF 0.2 MB)

Seit 2007 wurde die Bewegte Pause (PDF 0.2 MB) in verschiedenen Abteilungen umgesetzt. Als Weiterentwicklung wird seit 2010 der „Dialog Gesundheit“ auf einer Pilotstation umgesetzt. Im „Dialog Gesundheit“ werden Führungskräfte der Station in einem Rollentraining angeleitet eine Dialog mit ihren Mitarbeitern zu moderieren, der niederschwellig Wohlbefinden und Gesundheit im Arbeitskontext anspricht. Zu den Gesundheitsthemen gehören Bewegung und Ergonomie, Stress und Belastung, Schlaf und Ernährung, Kommunikation und Konflikt. Es können aber auch niederschwellig Themen der Arbeitsorganisation im Dialog Gesundheit besprochen werden, wenn sie Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mitarbeiter haben. Ein Expertenteam aus Sporttherapie, Ergotherapie, Physiotherapie, Psychologie, Ökotrophologie und Arbeitsschutz kann für Maßnahmen als Coach hinzugezogen werden. Die Methoden werden in einer Toolbox gesammelt und können nach Anleitung auch selbständig umgesetzt werden. In der Toolbox befinden sich zusätzlich Screenings für die Messung von Belastungen und Beanspruchungen, Stressfragebögen und Instrumente zur Erfassung der arbeitsbezogenen Verhaltens- und  Erlebensmuster. Die Fragebögen können mit Codes versehen durch die Abteilung ABO – Psychologie ausgewertet werden. Der Ergebnisbericht kann persönlich und unter Schweigepflichtsbedingungen mit einem Psychologen des Hauses besprochen werden.  


Bild: bewegte Pause 

Mitarbeiterbefragungen zu körperlichen und psychosozialen Arbeitsbelastungen werden seit 2007 jährlich durchgeführt. Es wird das MIKE Kennzahlensystem von Professor Holger Pfaff von der Universität Köln zugrunde gelegt. Mittlerweile wurden auch eigene Kennzahlen gebildet.
Demografiemanagement und Lebensphasenorientiertes Personalmanagement wurden über ein von der Robert Bosch Stiftung gefördertes Pilotprojekt in Kooperation mit der BGW und dem f-bb seit 2008 mit der Berufsgruppe Pflege in einem Pilotbereich im SKM  durchgeführt. Im Rahmen dieser Entwicklung wurde 2010 mit „SKM Life“ (PDF 0.1 MB) ein umfassendes Konzept entwickelt. Zu diesem Konzept gehört auch der Baustein „Bündnis für Familie und Beruf“ (PDF 0.1 MB), der es Mitarbeiterinnen in der Familienphase ermöglichen soll mit Hilfe des Arbeitgebers, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Die Maßnahmen sind im Leitfaden Gesundheit als Bausteine mit Beschreibung und den durchführenden Experten des Hauses gelistet.

Stiftungsklinikum Mittelrhein
1.740 Beschäftigte

Johannes Müller Str. 7
56068 Koblenz
www.stiftungsklinikum.de